| Veranstaltung: | Mitgliederversammlung 26/3 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 5 Anträge |
| Antragsteller*in: | Alexander Gleichauf |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 05.09.2026, 20:49 |
A2: Gemeinsam gegen jeden Antisemitismus
Antragstext
Die Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND München möge beschließen:
1. Die GRÜNE JUGEND München stellt sich gegen jede Form von Antisemitismus. Im
Rahmen ihrer Bündnisarbeit sucht sie aktiv und regelmäßig den Austausch mit
Bündnispartner*innen im gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus. In diesem
Zusammenhang strebt sie auch danach, einen Austauschraum zwischen Mitgliedern
der GRÜNEN JUGEND München und jüdischen sowie deutsch-israelitischen
Organisationen zu schaffen.
2. In Anbetracht des Beschlusses des Länderrats vom 12.07.2026 mit dem Titel
"Kein Frieden durch Krieg – Für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina"
bemüht sich die GRÜNE JUGEND München darum, verloren gegangenes Vertrauen im
Kampf gegen Antisemitismus zurückzugewinnen. Aus diesem Grund organisiert sie in
diesem Jahr noch mindestens eine antisemitismuskritische Bildungsveranstaltung.
Hierzu sucht der Vorstand der GRÜNEN JUGEND München auch aktiv das Gespräch mit
langjährigen Bündnispartner*innen und Expert*innen.
Begründung
Die Debatten innerhalb der Grünen Jugend über Israel und Gaza haben zu erheblichen Konflikten mit Teilen jüdischer und deutsch-israelischer Organisationen geführt. Besonders deutlich wurde dies durch die öffentliche Kritik am Beschluss des Länderrats der Grünen Jugend vom 12. Juli 2026.
Wenn Organisationen, mit denen die Grüne Jugend lange im Kampf gegen Antisemitismus verbunden war, erklären, eine Zusammenarbeit derzeit nicht mehr für möglich zu halten, müssen wir das ernst nehmen und reflektieren.
Antisemitismus ist kein abstraktes gesellschaftliches Problem. Jüdinnen und Juden erleben seine Auswirkungen unmittelbar. Deshalb müssen jüdische Perspektiven auch dann ernst genommen werden, wenn ihre Kritik an unseren eigenen Positionen unbequem ist.
Die GRÜNE JUGEND München sollte deshalb aktiv dazu beitragen, verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen. Ein glaubwürdiger Einsatz gegen Antisemitismus braucht Austausch, Selbstkritik und verlässliche Beziehungen zu jüdischen und deutsch-israelischen Organisationen.
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